Arbeitsmethodik

Basis meiner Arbeit ist eine ressourcenorientierte und humanistische Grundeinstellung zum Menschen. Ich mag Menschen und habe Freude, sie bei ihrer Entwicklung zu begleiten. Ich glaube an die Kraft und Kompetenz, dass Menschen die eigenen Experten ihrer Entwicklung sind.

Zusätzlich zu meiner systemtheoretischen Ausbildung integriere ich Modelle aus verschiedenen Disziplinen der klassischen Kommunikationspsychologie wie beispielsweise Sach- und Beziehungsebene, Ich-Botschaften, Ansätze der Transaktionsanalyse, Feedback). Grundlage der Didaktik im Training oder in der Beratung ist der Ansatz des erlebnisorientierten Lernens. Das Lernen der Teilnehmer erfolgt über das Tun und sich Ausprobieren. Aus dem eigenen Erfahren und der Rückmeldung anderer zum Verhalten werden eigene Entwicklungsfelder sichtbar und bearbeitbar. Lerneffekte entstehen durch reflektierte Erkenntnisse des eigenen Handelns.

Systemtheoretisches Vorgehen bedeutet vernetztes Denken und Handeln oder anders ausgedrückt: zirkuläre Kommunikation. Situationen und menschliches Verhalten betrachte ich in meiner Arbeit nicht isoliert, sondern immer in Beziehung zueinander. Dabei werden Fragen und Probleme in Beziehung zu anderen/anderem analysiert und bearbeitet. Schwerpunkt ist dabei immer das Zusammenspiel und die Wechselwirkungen zwischen dem Individuum, den beteiligten Personen (Team, Kollegen, Mitarbeiter) und der Organisation (Ziele, Interessen, Struktur) und der Umwelt (Kunde, Wettbewerber).

Jeder Mensch hat eine eigene Wahrnehmung von Situationen und Erlebtem und somit eine eigene Wirklichkeit.  Durch das Beobachten und Sich-Bewusstmachen des eigenen Verhalten, also das sogenannte Einnehmen der Metaebene stellt sich Erkenntnis und Bewusstsein für das eigene Handeln und dessen Wirkung auf andere ein.
Durch eine bewusste Reflexion findet ein Abgleich der Selbstwahrnehmung mit der Wahrnehmung anderer statt und trägt dazu bei, die Handlungsfähigkeit in Bezug auf das Anliegen des Klienten (wieder) zu erhöhen.

Die Systemtheorie geht weiter davon aus, dass Verhalten aufgrund der Komplexität und verschiedener Einflüsse nicht nach dem „Ursache-Wirkungs-Prinzip“ plan- und steuerbar ist und es keiner Kausalität folgt („wenn-dann“). Es ist also nicht garantiert, sobald ein bestimmter Input investiert wird, dass auch ein entsprechender Output erreicht werden kann. Die systemische Sichtweise ist eine „sowohl-als-auch“ Haltung. Perspektivenvielfalt und das Bilden von Vermutungen über Aktionen und Reaktionen sind Grundvoraussetzungen. Auf diese Weise wird Zukunft antizipiert, d.h. es wird eine Annahme darüber getroffen was eintreffen könnte. Dadurch reduziert sich Komplexität und stärkt die Kompetenz, herausfordernde (Führungs-)Situationen zu meistern.

Methoden im systemtheoretischen Arbeiten sind beispielsweise zirkuläre Fragetechnik, verschiedene Beobachterfoki durch Supervision, Reflecting Team oder Auftragskarussell.